"Genug vom Chaos dieser Regierung"

19. September 2002, 18:50
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Eva Glawischnig: "Vom schwarz-blauen Experiment haben wir genug gesehen"

Eva Glawischnig, neue stellvertretende Klubvorsitzende der Grünen, zog ihre Bilanz schwarz-blauer Regierungsarbeit mit einem Kärntner Sprichwort: "Sie haben nur von zwölf Uhr bis Mittag gedacht."

Gerade im Management der Hochwasserkatastrophe habe sich dies deutlich gezeigt, kritiserte Glawischnig. Weder habe die Regierung Lehren für eine ökologisch sinnvolle Vorsorge getroffen noch für eine adäquate Umgestaltung des Katastrophenfonds gesorgt. Von einem Reformschub für das Land hat Glawischnig nichts bemerkt: "Die Regierung hat nur Chaos hinterlassen, vom schwarz-blauen Experiment haben wir genug gesehen." Nach zwei Jahren habe sich der Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern weiter vergrößert: "Selbst beim Fensterputzen verdienen Männer um zwei Euro mehr." Im Durchschnitt seien es sogar 50 Prozent. Dass dies eine "totale Sauerei" sei, schwächte sie später auf "Ungerechtigkeit" ab. Auch in das Eigenlob auf die Wirtschaftspolitik der Regierung will Glawischnig nicht einstimmen. Das jetzt verabschiedete Konjunkturpaket sei ein Beleg, "wie die seit Jahren steigende Arbeitslosigkeit ignoriert wurde". Nun stünde die höchste Zahl der Arbeitslosen in der Zweiten Republik zu Buche. (DER STANDARD, Printausgabe, 20.9.2002)

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