Umweltalarm in Jesolo: Tausende Fisch-Kadaver an den Stränden

19. September 2002, 19:01
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Mysteriöses Fischsterben an venezianischen Badeortschaften

Jesolo - Umweltalarm in Jesolo: Tausende von Fisch-Kadavern sind an die Strände der venezianischen Badeortschaft gespült worden.

Für Urlauber war es unmöglich an den Stränden zu baden

Unweit der Mündung des Flusses Piave, der in Jesolo in die Adria läuft, sammelte sich ein langer, übel riechender Teppich toter Fische. Für Urlauber war es unmöglich an den Stränden zu baden. Seit Dienstag sammelten die Strandreinigungsgesellschaft Hunderte Kilo Fisch auf, die verbrannt werden mussten, um Epidemien zu vermeiden, wurde heute, Donnerstag, berichtet.

Möglicherweise Pestizide durch die Weinernte

Noch unklar waren zunächst die Ursachen des Fischsterbens. Die Gesundheitsbehörden der Ortschaft vermuteten, dass nach der Weinernte der vergangenen Tage Pestizide und weitere Giftstoffe zur Säuberung von Zisternen in das Wasser des Piave geraten sind, der im Dolomiten-Raum von Belluno entspringt und eine der renommiertesten Weingegenden Italiens mit Wasser versorgt. Die Fische - mehrheitlich Flussäschen - würden in diesem Fall an Sauerstoffmangel gestorben sein.

Entsorgte Chemikalien werden nicht ausgeschlossen

Nicht auszuschließen war auch, dass jemand, der gefährliche Chemikalien loswerden wollte, die Niederschläge der vergangenen Tage ausgenutzt hat, um die Gifte in den Fluss zu schütten. Die Strandreinigungsgesellschaft will Klage gegen die Verantwortlichen des Fischsterbens erstatten, sollten sie entdeckt werden. Einen ähnlichen Schritt erwog auch der lokale Fremdenverkehrsverband. Das Fischsterben, das erste dieser Art in der Gegend, habe dem Image Jesolos als Ferienort schwer geschadet, hieß es dort. (APA)

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