Karlheinz Böhm kämpft gegen Kinderheirat

19. September 2002, 17:50
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Zwangsvermählung von Mädchen im Alter zwischen neun und elf Jahren ist in weiten Teilen Afrikas noch immer üblich...

München - Karlheinz Böhm und seine Stiftung "Menschen für Menschen" haben zu einem verstärkten Einsatz gegen die Zwangsverheiratung junger Mädchen in Äthiopien aufgerufen.

Mit Blick auf den Weltkindertag an diesem Freitag (20. September) erklärte Böhm, in weiten Teilen des afrikanischen Landes sei es heute noch üblich, Mädchen im Alter zwischen neun und elf Jahren zu verheiraten. Die Zwangsvermählung von Mädchen in diesem Alter zerstöre deren Kindheit und weitere Entwicklung, hieß es in der am Donnerstag in München veröffentlichten Erklärung des ehemaligen Schauspielers.

"Menschen für Menschen" (MfM) hat dazu den Angaben zufolge eine Aufklärungskampagne gestartet. "Denn die ehelichen Pflichten und eine Schwangerschaft in diesem Alter traumatisieren die Kinder für den Rest ihres Lebens. Viele überleben diese Strapazen nicht", sagte Böhm. Seit über 21 Jahren setzt sich der Österreicher für die Not leidende Bevölkerung Äthiopiens ein. (APA/dpa)

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