"Was machbar ist, ist eingebaut"

19. September 2002, 15:32
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Wiener Hochhäuser sind relativ brandsicher - Restrisiko bleibt

Wien - Es "ist nicht notwendig, dass sich der Mensch in Gefahr begibt", sagte der Chef der Berufsfeuerwehr Wien, Branddirektor Friedrich Perner, am Rande der Feuerwehrkongresses heute, Donnerstag zu gigantischen Hochhausbauten. Bei Brandkatastrophen seien Kolosse wie das World Trade Center nicht mehr sicher genug. Für Österreich sieht der Experte aber deutlich weniger Gefahren. Geringere Höhe, andere Bauvorschriften und andere Baumaterialien nannte er als Gründe.

Auch in Österreich ziehen aber Feuerwehrleute aus, um Leben zu retten. "Wer den Eid leistet, verpflichtet sich, unter Einsatz des Lebens zu helfen", sagte der Chef von rund 1.600 Feuerwehrmännern und -frauen. In der Anfangsphase eines Einsatzes ist es für den Einsatzleiter aber besonders schwer, die Gefahren einzuschätzen.

In Wien wurden bei Hochhäusern laut Perner eigene Aufzüge mit eigener Stromversorgung für die Feuerwehr eingebaut. "Was machbar ist, ist eingebaut." Dazu kommt die Stahlbeton- statt Stahlskelettbauweise. Ein gewisses Restrisiko bleibe aber immer. Bei den "Giganten" in den USA sei aber im Ernstfall ein Evakuieren kaum noch möglich. Die Versorgung Tausender Verletzter würde die Einsatzkräfte vor Probleme stellen, die fast nicht beherrschbar sind, warnte der Experte, und riet, doch mehr "am Boden zu bleiben". (APA)

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    In Wien wurden bei Hochhäusern eigene Aufzüge mit eigener Stromversorgung für die Feuerwehr eingebaut.

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