Voestalpine kauft in Deutschland ein

19. September 2002, 15:11
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Kaltprofil-Geschäft von Blankstahlerzeuger Schmolz + Bickenbach übernommen

Wien - Der börsenotierte Linzer Stahlkonzern Voestalpine hat in Deutschland für seine kleinste Division Profilform Geschäft zugekauft. Vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden haben die Oberösterreicher den Bereich Kaltprofile des Düsseldorfer Blankstahlherstellers Schmolz + Bickenbach mit rund 22 Mill. Euro Jahresumsatz und 100 Mitarbeitern erworben. Dies bestätigte Voestalpine-Divisionsvorstand Wolfgang Spreitzer.

"Sehr profitabel"

Für Schmolz + Bickenbach sei das Kaltprofil-Geschäft ein Randbereich gewesen. Die nunmehr abgegebene Sparte sei "allerdings sehr profitabel und passt gut zu unseren Aktivitäten", sagte Spreitzer am Donnerstag. Seinen Angaben zufolge liegt die EBIT-Marge (Betriebsgewinn/Umsatz) bei "über 7 Prozent". Zum Kaufpreis wollte Spreitzer keine Angaben machen.

Wie aus dem Amtsblatt der "Wiener Zeitung" hervorgeht, wurde die Akquisition - sie erfolgte über die deutsche Tochter Voestalpine Präzisions-Profil GmbH (Hürth) - nun beim Kartellgericht Wien angemeldet. Die Voestalpine-Division Profilform, die u.a. der Automobilindustrie zuliefert, setzt mit rund 2.000 Mitarbeitern rund 500 Mill. Euro um. Der Hauptstandort ist im niederösterreichischen Krems beheimatet. (APA)

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