Aufschwung: Schweizer Werbeausgaben sollen 2003 wieder steigen

19. September 2002, 14:51
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Fernsehen wächst rascher als Gesamtmarkt - Sinkender Marktanteil der Tageszeitungen, Online-Werbung wird starkes Wachstum vorausgesagt

In der Schweiz sollen die Werbeausgaben im Jahr 2003 auf Grund des zu erwartenden wirtschaftlichen Aufschwunges wieder um 6 Prozent steigen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Basler Beratungs- und Forschungsinstituts Prognos AG. Bis 2006 werde ein jährliches Wachstum von über 4 Prozent erwartet.

Im laufenden Jahr gingen die Netto-Werbeumsätze um 1,4 Prozent zurück. Die andauernde Konsolidierung des Werbemarktes werde im ersten Halbjahr 2003 aber in ein markantes Wachstum umschlagen, heißt es am Donnerstag.

Zehnjahresausblick

Die Prognosen fallen im Vergleich zum Vorjahr etwas vorsichtiger aus. Dennoch wachse der Gesamtwerbemarkt im Schnitt stärker als das Bruttoinlandsprodukt (BIP): von 4,51 Mrd. sFr (3,07 Mrd. Euro) im laufenden Jahr auf 5,32 Mrd. sFr bis 2006. Der Zehnjahresausblick bis 2012 sieht ein gesamtes Werbevolumen von 6,5 Mrd. sFr vor.

Nach einzelnen Medien betrachtet verlieren die Tageszeitungen laut Prognos-Studie weiter Marktanteile, während das Fernsehen über fünf Jahre mehr als 20 Prozent dazu gewinnen und damit stärker als der Gesamtmarkt wachsen werde.

Nach der Schließung der Fernsehsender TV3 und Tele 24 sei der gesamte Fernsehmarkt im laufenden Jahr um 0,9 Prozent auf 489 Mill. sFr zurückgegangen. Ab 2003 wachse er aber wieder: auf 605 Mill. sFr im Jahr 2006 und 757 Mill. sFr im Jahr 2012.

Der Marktanteil der Tageszeitungen sinke von 46,5 Prozent im laufenden Jahr auf 45,1 Prozent im Jahr 2006. Die Werbeausgaben in den Tageszeitungen steigen laut Studie von 2,098 Mrd. sFr im laufenden Jahr auf 2,399 Mrd. sFr im Jahr 2006 und 2,864 Mrd. sFr im Jahr 2012.

Der Online-Werbung wird nach dem Einbruch im letzten und der Stagnation im laufenden Jahr laut Studie wieder ein starkes Wachstum vorausgesagt: von 14 Mill. sFr im laufenden Jahr auf 67 Mill. sFr im Jahr 2006 und 198 Mill. sFr im Jahr 2012. (APA/sda)

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