Acht Tote bei Gefechten in Kaschmir

19. September 2002, 14:40
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Moslemextremisten gereifen Dorf an - 10 Verletzte bei Explosion einer Bombe

Neu Delhi - Bei einem Gefecht mit Moslemextremisten sind im indischen Teil Kaschmirs acht Menschen, darunter sechs Soldaten, getötet worden. Die indische Nachrichtenagentur UNI meldete am Donnerstag, die Kämpfe mit den schwer bewaffneten Extremisten hätten am Vorabend im Dorf Kattarmal im Rajouri-Bezirk begonnen und dauerten noch an. Die Armee habe Verstärkung herbeigerufen. Weitere zehn Menschen wurden verletzt, als eine Bombe im Gebiet von Bandipora explodierte.

Zwei regionale Kandidaten der in Indien regierenden Hindu-Partei BJP entgingen am Mittwoch nur knapp einem Anschlag. Ihre Wagenkolonne wurde im Gebiet von Pulwama von Unbekannten beschossen, die anschließend entkommen konnten, berichtete die Agentur UNI weiter. Moslemmilizen, die für den Anschluss der Region an Pakistan kämpfen, versuchen, die laufende Parlamentswahl im Unionsstaat Jammu und Kaschmir mit Gewalt zu verhindern. Sie bedrohen jeden mit Gewalt, der sich an der Wahl beteiligt. In der vergangenen Woche wurde der Justizminister von Jammu und Kaschmir, Mushtaq Ahmed Lone, ermordet.

Nach Angaben des indischen Verteidigungsministerium haben die Moslemextremisten ihre Kopfgelder für die Ermordung eines Kandidaten von 100.000 Rupien (2100 Euro) auf eine Million Rupien verzehnfacht. Das gehe aus einer abgehörten Mitteilung der Gruppe Hizbul Mujahideen hervor.(APA/dpa)

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