CA Immo mit kräftigen Gewinnzuwächsen im Halbjahr

19. September 2002, 13:33
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Konzernergebnis mehr als verdoppelt

Wien - Die Wiener Immobiliengesellschaft CA Immobilien Anlagen meldet ein "starkes erstes Halbjahr". Umsatz und Gewinn zeigten in den ersten sechs Monaten 2002 ein kräftiges Wachstum. Wie das börsenotierte Unternehmen am Donnerstag in einem Aktionärsbrief mitteilte, legte das Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (EBIT) um 17,7 Prozent von 4,9 auf 5,7 Mill. Euro zu. Die Umsatzerlöse lagen mit knapp 14 (nach 11,2) Mill. Euro um ein Viertel höher.

Durch bewertungsbedingte Kursgewinne erreichte das Vorsteuerergebnis (EBT) im Halbjahr 7,4 (nach 3,9) Mill. Euro, das Konzernergebnis stieg von 2,7 auf 7,3 Mill. Euro und konnte damit mehr als verdoppelt werden. Ihre Expansion in Österreich und Osteuropa hat die CA Immo zuletzt weiter fortgesetzt: Das in der Bilanz ausgewiesene Immobilienvermögen kletterte von 253,6 Mill. Euro (per 31. Dezember 2001) auf 355,5 Mill. Euro. Finanziert wird das Wachstum mit zwei Kapitalerhöhungen (die erste im April dieses Jahres, die zweite Anfang Juli).

Deutliches Wachstum auch im Gesamtjahr

Das Management der CA Immo rechnet damit, dass die starke Gewinnwachstum in den ersten sechs Monaten auch im Gesamtjahr "weiter so anhalten wird". Angesichts der anhaltend starken Rückgänge an den Börsen sei die Nachfrage nach Aktien der zweitgrößten österreichischen Immobiliengesellschaft "stark wie schon seit 10 Jahren nicht mehr", meinte CA Immo-Vorstand Gerhard Engelsberger am Donnerstag bei der Präsentation der Halbjahreszahlen. Dennoch lässt man derzeit noch offen, ob man, wie ursprünglich geplant, heuer ein weiteres Mal das Kapital aufstocken wird. Grund: Knappheit an interessanten Anlageobjekten.

Man hab eine hohe Liquidität, die man nicht unbedingt forcieren wolle, sagte CA Immo-Vorstand Wolfhard Fromwald vor Journalisten. "Der Markt ist bei guten Immobilien derzeit relativ ausgetrocknet, wir wollen nicht auf 20 bis 25 Prozent Liquidität sitzen."

Akquisitionen

Die aktuelle Liquidität beziffert die Immobilien Anlagen AG derzeit mit 40 Mill. Euro, das sind etwa 10 Prozent des Wertes ihres mit 411 Mill. bezifferten Portfolios (Marktwert). In den kommenden Monaten will man trotz starker Konkurrenz auf der Käuferseite und der Knappheit bei den Angeboten weiter akquirieren. Die für heuer geplante Investitionssumme von 130 bis 180 Mill. Euro werde zumindest im unteren Bereich erreicht werden. Bisher habe man die Hälfte davon investiert, hieß es. In Frage kommen sowohl österreichische Objekte als auch Immobilien in Osteuropa.

Die osteuropäischen Immobilien machen mit 128 Mill. Euro heute zwar deutlich weniger als ein Drittel des Portfoliowerts aus, zum EBIT tragen die Objekte in osteuropäischen Metropolen wie Prag, Budapest und Warschau aber mittlerweile mehr bei als die österreichischen. Während die Bruttorenditen dort zwischen 9 und 10 Prozent liegen, sind es in Wien höchstens 6 Prozent. Die Bruttorendite des gesamten Unternehmens beläuft sich derzeit auf 7,3 Prozent.

Renaissance Tower

Die Hoffnungen, die das Management auf das Gesamtjahr setzt, werden zum einen vom Investment in den Warschauer Renaissance Tower getragen, dessen Erlöse sich im zweiten Halbjahr 2002 erstmals nennenswert bemerkbar machen werden. Weiters gehe die Sanierung eines zu Jahreswechsel erworbenen großen inländischen Pakets rund um den Salzburger AVA-Hof zu Ende - ein Engagement, aus dem sich die CA Immo künftig beachtliche Mieterlöse erwarte. (APA)

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