500.000 Kinder verlieren jährlich das Augenlicht

19. September 2002, 12:57
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Viele sterben innerhalb kurzer Zeit nach der Erblindung

Wien - Fast genau 500.000 Kinder verlieren pro Jahr weltweit ihr Augenlicht. Untersuchungen der WHO ergaben, dass 60 bis 80 Prozent der Betroffenen in nur ein bis zwei Jahren nach dem Sehverlust sterben, berichtete die Christoffel-Blindenmission (CBM) heute, Donnerstag, anlässlich des Welttages des Kindes.

"In den Armutsgebieten ist jede Hand zum Überleben einer Familie wichtig. Ein blinder Mensch kann nur wenig zur Versorgung der Familie beitragen. Wenn ein Kind erblindet, ist es meist vom Alltagsleben ausgeschlossen und hat keine Chance auf einen Schulbesuch", so Rupert Roniger, CBM-Geschäftsführer in Wien. "Die Lebensgeschichten der blinden Kinder enden in aller Regel tragisch. Dabei wäre es relativ einfach, die Erblindungen zu vermeiden, denn die Augenerkrankungen resultieren zum größten Teil aus vitaminarmer Ernährung und mangelnden hygienischen Bedingungen", betonte Dr. Gerhard Schuhmann, Oberarzt an der Uni-Klinik Graz.

Hier setzt die Arbeit der Christoffel-Blindenmission an, für die sich auch Schuhmann engagiert. Weltweit arbeitet die CBM in über 1.000 Projekten mit lokalen Organisationen oder staatlichen Stellen zusammen, um Hilfe zu bringen (Spenden-Konto: 92.011.650). (APA)

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