Schweiz: Ermordeter aus dem neunten Jahrhundert entdeckt

19. September 2002, 16:44
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Skelett weist eindeutige Stichverletzungen auf

Dietikon/Schweiz - Ein in der Schweiz entdecktes frühmittelalterliches Skelett ist als Mordopfer identifiziert worden. Das im vergangenen Juli gefundene Skelett stamme aus dem neunten Jahrhundert und weise eindeutige Stichverletzungen auf, teilte die Zürcher Baudirektion am Donnerstag mit. Diese Schlüsse ließen sich nach naturwissenschaftlichen Untersuchungen der Kantonsarchäologie Zürich ziehen. Das Skelett war im Juli bei Straßenbauarbeiten nahe der katholischen Kirche in der Ortschaft Dietikon entdeckt worden.

Etwa 45 Jahre alt

Die Untersuchungen ergaben, dass der Mann um 830 im Alter von etwa 45 Jahren verstorben war. Er habe an diversen Krankheiten gelitten und sei schließlich eines gewaltsamen Todes gestorben, hieß es. Eine Stichwunde, die ihm in der Bauchgegend zugefügt worden sei, habe lebenswichtige innere Organe und einen Brustwirbel verletzt.

Der Verstorbene wurde ohne Grabbeigaben etwas abseits des heute stillliegenden Friedhofs bei der katholischen Kirche bestattet. Der neue Fund sei wegen seiner zahlreichen Einzelheiten ein interessantes Stück der frühmittelalterlichen Geschichte Dietikons, erklärten die Archäologen. (APA/AP)

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