Der regelmäßige Vorteil

19. September 2002, 11:54
posten
Cost Average ist ein Ausdruck, der vor allem beim Fondssparen angewandt wird. Der Cost-Average-Effekt ist genau genommen der Durchschnittskosten-Effekt. Dieser entsteht dadurch, dass der Anleger mit regelmäßigen Einzahlungen bei fallenden Kursen mehr und bei steigenden Kursen weniger Fondsanteile erwirbt. Was heißt: Wenn sie teuer sind, wird weniger gekauft, wenn sie billiger sind, mehr.

Also besteht der Vorteil bei regelmäßigen und gleichbleibenden Einzahlungen über einen längeren Zeitraum darin, dass der Anleger die Anteile bei unterschiedlichen Ausgabepreisen zu einem insgesamt günstigeren Durchschnittspreis kauft.

Dazu ein Beispiel: Die Anleger zahlen regelmäßig, meist monatlich, immer den gleichen Betrag, zum Beispiel 150 Euro, ein. Damit kauft der Anleger automatisch bei hohen Kursen weniger Fondsanteile, bei niedrigen Kursen mehr Fondsanteile. Das gleicht die Kosten für den Kauf über die Jahre automatisch meist zugunsten des Privatanlegers aus.

Das bedeutet auch: Egal, welche Anlageentscheidung der Fonds-Sparer trifft, Kursschwankungen werden auch die Fondsanlage beeinflussen. Das ist aber kein Nachteil, denn bei niedrigeren Kursen werden entsprechend mehr Fondsanteile für die gleichbleibenden Beiträge gekauft als bei hohen Kursen. Und: Am Ende der Laufzeit gehören dem Anleger durch den Cost-Average-Effekt mehr Fondsanteile als bei ständig steigenden Kursen. (este, DER STANDARD, Printausgabe 19.9.2002)

Share if you care.