Das Ende der Reinrassigkeit

19. September 2002, 11:49
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Style-Mix als Absicherung

JP Morgan Fleming hat den Trend aus den USA nach Europa gebracht, eine Reihe anderer Fondsgesellschaften ist mittlerweile gefolgt: Style-Investment. Dabei geht es um einen Mix aus den vormals klassisch-reinrassigen Anlagemöglichkeiten in Wert- oder Wachstumsaktien. Kunden wird empfohlen, nicht entweder den einen Wachstums- oder den anderen Growth-Fonds zu kaufen, sondern beide Fonds zu kombinieren. Je konservativer der Anleger ist, desto höher sollte der Fonds mit Value-Aktien gewichtet werden.

Eine Kombination aus Wert und Wachstum schneidet am besten ab. Allerdings: Verlustversicherung ist das keine, sondern lediglich ein Ausgleich der Chancen in beiden Aktienbereichen.

So will auch Berndt May, Geschäftsführer von JP Morgan Fleming in Österreich, das Style-Investment verstanden wissen. Basisprodukte sind übliche Fonds, etwa aus seinem Hause European Strategic Value und European Strategic Growth, den Mix bestimmt der Kunde. So wäre also ein durchschnittliches Style-Investment, jeweils 50 Prozent des Kapitals in einen der beiden Fonds zu investieren. Wer glaubt, dass ihm mehr Growth-Aktien mehr bringen, gewichtet den Growth-Fonds entsprechend über. Hintergrund des neuen Trends ist das Verschwimmen der traditionellen Performance-Erfahrung in beiden Sektoren, die bis zum Beginn der Börsenkrise sehr "reinrassig" funktioniert hat. (kbau, DER STANDARD, Printausgabe 19.9.2002)

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