Raue Oberfläche lässt Korallenriffe überleben

21. September 2002, 19:11
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Forscher enthüllen "Darwins Paradoxon"

London - Korallen gedeihen in einer nährstoffarmen Umgebung als üppige Riffe. Die Gründe dafür hat ein internationales Forscherteam herausgefunden. Die Hohltiere können dort überleben, weil sie mit ihrer rauen Oberflächenstruktur die wenigen Nährstoffe aus dem Wasser aufsaugen. Das Phänomen ist als "Darwins Paradoxon" bekannt geworden, berichtet das Wissenschaftsmagazin "New Scientist".

Felsen, Riffe oder Muschelbänke sind normalerweise mit einem "Mantel" aus ruhigem Wasser umgeben, der sie vor Wellen, Verwirbelungen und starken Strömungen schützt. Diese Schicht brechen Korallen jedoch auf: Mit ihren rauen Enden vergrößern sie die Wirkung der Wasserwirbel und nehmen so die wenigen Nährstoffe auf, berichtet die Nachrichtenagentur ddp.

Marlin Atkinson vom Institut für Meeresbiologie auf Hawaii, USA, und Cliff Hearn von der Universität in Canberra, Australien, haben bei ihren Versuchen auch entdeckt, dass Korallen starken Seegang lieben, denn da ist die Nährstoffzufuhr besonders groß. (pte)

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