"Frauenherbst"

19. September 2002, 10:05
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Neue Seminarreihe der Katholischen Frauenbewegung für die dritte Lebensphase

Für Frauen jenseits der Lebensmitte bietet die Katholische Frauenbewegung eine neue Seminarreihe an.

"Frauenherbst" regt zum Innehalten, zur Rückschau auf das bisherige Leben, zur Klärung der gegenwärtigen Situation und zum Ausblick in die Zukunft an, denn in der dritten Lebensphase erfahren Frauen vielfältige Veränderungen und stehen vor neuen Herausforderungen. Die körperlichen und geistigen Kräfte nehmen ab, Identität und Selbstwert geraten ins Wanken, Wertvorstellungen wandeln sich. Das Seminar hilft - wie es in der Einladung heißt - "Gelebtes und Ungelebtes zu erkennen und zu akzeptieren sowie Überholtes, Überflüssiges und Erstarrtes abzulegen". Mit Hilfe von speziell geschulten Seminarleiterinnen werden die Teilnehmerinnen ermutigt, ihrem Leben im Alter neue Inhalte und neuen Sinn zu geben.

Weder Therapie noch Training gegen Alterungsprozess

"Frauenherbst" ist jedoch weder eine Therapie noch ein Trainingsprogramm gegen den Alterungsprozess, betonte Ingrid Klein im Zuge der Präsentation der Seminarreihe. Die langjährige ehemalige Vorsitzende der kfbö, die nun als Mitglied der Geschäftsführung für die Entwicklung dieser Seminarreihe verantwortlich zeichnet, stellte die Seminarreihe "Frauenherbst" als prozessorientierte, personenbezogene Gruppenarbeit vor, die Impulse zur persönlichen Weiterentwicklung gibt. So werden die Frauen auch angeregt, ihren persönlichen Glauben zu reflektieren und eigenverantwortlich zu leben. Ein Seminar umfasst acht Module zu je zwei Stunden und wird ausschließlich von den Diözesanstellen der Katholischen Frauenbewegung angeboten und organisiert.

Aus dem Frauenleben entwickeltes Seminarmodell

Frauen in der dritten Lebensphase machen nicht nur einen großen Teil der Bevölkerung aus, sondern bilden auch eine Kerngruppe unter den 200.000 Mitgliedern der Katholischen Frauenbewegung. "Als größte Frauenorganisation Österreichs ist es uns daher besonders wichtig, das Leben dieser Frauen, die die Lebensmitte überschritten haben, in einem neuen Seminarmodell zu erfassen", erklärte Margit Hauft, Vorsitzende der kfbö bei dem Pressegespräch. "Frauenherbst" wurde nicht theoretisch, über Frauen hinweg, sondern aus der großen Gruppenerfahrung, die die Katholische Frauenbewegung österreichweit seit Jahrzehnten hat, von Frauen, mit Frauen, für Frauen entwickelt und erprobt. (red)

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