Fernsehbär, ungezeugt

19. September 2002, 14:44
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Österreicher Mahr und Thoma für ProSiebenSat.1 im Gespräch

Hans Mahr (53) will sich nicht beklagen, dass sein Name nun auftaucht, wo es um die künftige Führung von Leo Kirchs Fernsehholding ProSiebenSat.1 geht: "Schlecht?" Der aus Österreich stammende RTL-Infodirektor ergänzt auf STANDARD-Anfrage: "Ich weiß nichts davon." Also: "Entwarnung."

Die "Süddeutsche Zeitung" nannte Mahr in dem Zusammenhang. Warum, erklärt der gleich selbst: Mit Andreas Fritzenkötter, früher CDU-Sprecher und Medienberater von Kanzler Helmut Kohl, heute Sprecher des Bauer-Verlags (TV Movie, Praline), sei er "noch aus Kohl-Zeiten sehr gut. Wenn bei Bauer was ist, bin's gleich ich."

Den Bauer-Verlag sieht Helmut Thoma (63), Österreicher und langjähriger Geschäftsführer von RTL unter den Bietern für Kirchs TV-Holding in guter Position. Auch Thomas Name fiel in dem Zusammenhang. Dem STANDARD erklärt er: "Konkrete Verhandlungen wurden noch nicht geführt." Von den Bietern kenne er aber nahezu alle, US-Investor Haim Saban etwa "schon 30 Jahre". Kontakte gebe es. Hat er Interesse? "Müsste ich mir anschauen. Erst muss das einer kriegen. Man soll das Fell des Bären nicht verteilen, bevor er gezeugt ist." Thoma, im Vorjahr mit dem Portal Sportgate eher glücklos, engagiert sich in Österreich gerade für eine PR-und Eventagentur von Georg Kindel ("World Awards"), etat.at berichtete. (Harald Fidler/DER STANDARD, Printausgabe, 19.9.2002)

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