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18. September 2002, 19:27
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Fiat-Patriarch Agnelli schenkt Turin seine Matisse, Balthus und Picasso - Staatspräsident weiht die Pinakothek am Freitag ein

Turin - Giovanni Agnelli, Patriarch des italienischen Autokonzerns Fiat, schenkt der Stadt Turin seine Kunstsammlung mit Werken von Picasso, Matisse, Balthus und vielen anderen weltbekannten Künstlern. Die Werke werden in der Pinakothek "Giovanni und Marella Agnelli" ausgestellt, die der italienische Staatschef Carlo Azeglio Ciampi am kommenden Freitag einweiht. Die Gemäldegalerie befindet sich im "Lingotto", dem spektakulären alten Fiat-Werk mit der Rennbahn auf dem Dach, das vom Stararchitekten Renzo Piano in ein modernes Ausstellungszentrum umgewandelt wurde.

Zu den Werken, die in der Pinakothek Agnelli zu bewundern sind, zählen Matisses "Femme et anemones" (1937) und "Tabac royal" (1943). Auch Picassos Gemälde "Homme appuye sur une table" (1915) zählt zu den wertvollen Bildern, die der Chef der Unternehmerdynastie seiner Heimatstadt geschenkt hat. Auch Werke von Francis Bacon, Balthus und Giacomo Balla sind ausgestellt. Kuratorin der neuen Pinakothek ist Marcella Pralormo, die zahlreiche Ausstellungen im Venediger Palazzo Grassi organisiert hat.

"Ich fühlte, ich bin dieser Stadt, die mir so viel gegeben hat, etwas schuldig. Daher haben ich und meine Frau Marella beschlossen, ihr unsere Sammlung zu schenken", so der 82-jährige Agnelli, Ehrenpräsident der Fiat-Gruppe. Die Kunstsammlung werde dem Lingotto weitere Vitalität verleihen. Agnelli hatte sich stark um die Umwandlung der Ex-Fabrik in ein multifunktionelles Zentrum für Ausstellungen, Konzerte, Messen und Konferenzen mit Büroräumen und Hörsälen eingesetzt. (APA)

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    Lingotto einst: Ein Rudel Seicentos in der Steilkurve hoch über der Stadt

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