Vuelta: Gonzalez fing Heras noch ab

30. September 2002, 08:52
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Im abschließenden Zeitfahren nahm Gonzalez seinem Konkurrenten über drei Minuten ab - Luttenberger fuhr schlechteste Zeit

Madrid - Nach einem Herzschlagfinale ist die Spanien- Rundfahrt der Radprofis wie im Vorjahr erst im letzten Moment entschieden worden. Aitor Gonzalez fing seinen spanischen Landsmann Roberto Heras im abschließenden Einzelzeitfahren in das Madrider Bernabeu-Stadion am Sonntag noch ab. Gonzalez verwehrte dem Edelhelfer des vierfachen Tour-de-France-Siegers Lance Armstrong damit den schon sicher geglaubten zweiten Vuelta-Triumph nach 2000. Im Vorjahr hatte der Spanier Angel-Luis Casero seinen Landsmann Oscar Sevilla im Zeitfahren auf der letzten Etappe abgefangen.

Heras brach ein

Im Finale der 57. Vuelta brach der bisherige Spitzenreiter ein. Gonzalez, der Heras schon im ersten Zeitfahren in Cordoba distanziert hatte, machte seinen Rückstand von 68 Sekunden auf dem Weg vom Warner Bros Park ins Bernabeu-Stadion mehr als wett und distanzierte auf den 41,2 km in die Heimstätte von Real Madrid Heras, der nur auf Platz 14 kam, um 3:22 Minuten.

Luttenberger langsamster Teilnehmer

Der Salzburger Gerrit Glomser, der acht Etappen unter den besten Acht beendet hatte und einmal als Dritter sogar auf dem Stockerl war, erreichte im Zeitfahren mit 6:52 Minuten Rückstand Rang 89, in der Gesamtwertung landete der Saeco-Profi auf Platz 44. Der Steirer Luttenberger war im Zeitfahren der Langsamste des Feldes, er verlor als 132. fast zehn Minuten. Im Endklassment kam der Kapitän von Tacconi über Platz 81 nicht hinaus.

Spanische Dominanz

Nach insgesamt 3144 Kilometern hinterließ die Vuelta mehr denn je den Eindruck einer Art Landesmeisterschaft: Bis auf die vom Giro d'Italia mit Schimpf und Schande ausgeschlossenen Italiener Francesco Casagrande (7.) und Gilberto Simoni (10.) belegten ausschließlich Spanier die Plätze eins bis zehn. Vorjahressieger Casero überzeugte nach langer Verletzungs-Zwangspause zu Beginn des Jahres am Sonntag mit Rang zwei im Zeitfahren und Rang sechs der Gesamtwertung sein.

Glomser Siebenter der Punktewertung

Das Bergtrikot holte der Spanier Aitor Osa. Der Deutsche Erik Zabel gewann ohne Etappensieg die Punktewertung (188) und hat damit wohl die Führung in der Weltrangliste gesichert. Glomser, der vorübergehend in dieser Wertung zwischendurch sogar Vierter gewesen war, landete schließlich mit 90 Punkten auf Rang sieben.(APA/dpa)

  • Ergebnisse der 57. Spanien-Radrundfahrt (Vuelta) vom Sonntag:

    21. und letzte Etappe - Einzelzeitfahren Warner Bros. Park - Madrid (41,2 km): 1. Aitor Gonzalez (ESP) 47:54 Minuten - 2. Angel-Luis Casero (ESP) +1:23 Min. - 3. David Plaza (ESP) +1:45 - 4. Santiago Botero (ESP) +1:55 - 5. Joseba Beloki (ESP) +2:10 - 6. Santos Gonzalez (ESP) +2:27 - 7. Manuel Beltran (ESP) +2:29 - 8. Iban Mayo (ESP) +2:35 - 9. Daniel Becke (GER) +2:43 - 10. Antonio Tauler (ESP) 2:45. Weiter: 14. Roberto Heras (ESP) +3:22 - 89. Gerrit Glomser (AUT) +6:52 - 132. und Letzter: Peter Luttenberger (AUT) +9:54

    Endstand: 1. Aitor Gonzalez 75:13:52 Stunden - 2. Heras +2:14 Min. - 3. Beloki +3:11 - 4. Oscar Sevilla (ESP) +3:26 - 5. Mayo +5:42 - 6. Casero +6:33 - 7. Francesco Casagrande (ITA) +6:38 - 8. Felix Garcia Casas (ESP) +6:46 - 9. Beltran +8:29 - 10. Gilberto Simoni (ITA) +9:22. Weiter: 44. Glomser 1:13:01 - 81. Luttenberger 2:31:27

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      Der obligatorische Kuss für den Siegerpokal.

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      Aitor Gonzalez (mitte), Roberto Heras (links) und Joseba Beloki am Siegerpodest

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