Donezk-Trainer Scala zurückgetreten

18. September 2002, 17:17
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Noch beim Heimflug gab der "Meister-Coach" seinen Rücktritt bekannt

Donezk - Die Wiener Austria hat mit ihrem 5:1-Kantersieg am Dienstag im Hinspiel der ersten UEFA-Cup-Runde die kurze Ära von Nevio Scala als Trainer von Schachtjor Donezk beendet. Der Italiener, vorher u.a. beim AC Parma, Borussia Dortmund und Besiktas engagiert, teilte seinem Präsidenten Rinad Achmetow auf dem Heimflug seinen Rücktritt mit.

Scala war erst im Jänner 2002 als Schachtjor-Trainer präsentiert worden und hatte die Mannschaft zum ersten Meistertitel in ihrer 66- jährigen Klubgeschichte, zum nationalen Cup und zu drei Siegen gegen den vorher als übermächtig gehaltenen Serien-Champion Dynamo Kiew geführt. "Ich werde das Beste aus meiner Zeit in Donezk in Erinnerung behalten, die Erfolge und die Unterstützung durch die Anhänger. Aber die Mannschaft hat dieses Vertrauen nun nicht gerechtfertigt und daher muss ich gehen", sagte Scala.

Der Italiener hatte bereits am Abend der Niederlage schwer gezeichnet gewirkt, von einem möglichen Rücktritt war jedoch nichts zu hören gewesen. Auch Donezk-Geldgeber und -Präsident Achmetow hatte sich im Stadion befunden. Im Vorfeld der Partie hatte der Italiener vor allem Probleme mit den beiden nigerianischen Teamspielern Aghahowa und Okoronkwo gehabt, da diese viel zu spät vom nigerianischen Nationalteam heimgekehrt waren. Daher setzte er sie gegen die Austria auch nicht ein. (APA/ag.)

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    Nevio Scala: "Ich werde das Beste aus meiner Zeit in Donezk in Erinnerung behalten, die Erfolge und die Unterstützung durch die Anhänger ....

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