Kopierschutz-Logo soll Konsumenten informieren

18. September 2002, 16:47
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IFPI will freiwilliges Kontrollzeichen für CDs etablieren

Musik-CDs, deren Speicherkapazität nicht nur durch Songs, sondern auch durch Kopierschutztechnologien verbraucht wird, sollen künftig durch ein eigenes Logo gekennzeichnet sein. Ziel des Zeichens sei die Information der Konsumenten, teilte die IFPI in einer Aussendung mit. Kopiergeschützte Musik-CDs können oft nur auf CD-Playern, nicht aber auf mobilen Geräten, Computern, DVD-Playern oder dergleichem abgespielt werden. Viele Musikliebhaber, die ihre CDs auch außerhalb ihres Wohnzimmers hören wollten, waren von der neuen Technologie bisher wenig begeistert. Die Musikindustrie hält angesichts steigender Copyright-Piraterie sowie sinkender Verkaufszahlen einen Kopierschutz auf Musik-CDs für unabdingbar.

In 46 Ländern

Das neue Logo wird von der IFPI, dem internationalen Pendant zur US-Musiklobby RIAA, in Absprache mit ihren nationalen Verbänden in 46 Ländern eingeführt. Die Verwendung des Logos ist freiwillig. Es kann sowohl als Teil des CD-Covers als auch als Aufkleber verwendet werden. Laut IFPI könnte das Logo auch mit einer zusätzlichen Information über die Art der Kopierschutztechnologie verbunden werden.

Logisch

"Kopierschutz ist eine logische Reaktion der Musikindustrie zum Schutz ihrer Produkte vor Massenkopien und digitaler Piraterie", erklärte IFPI-Chairman Jay Berman die Notwendigkeit von Kopierschutzmaßnahmen aus der Sicht der Industrie. Begrüßt wurde die Einführung des Logos von der Händlervereinigung GERA namens ihrer Direktorin Lucy Cronin. Das Zeichen trage zur Minderung der Verwirrung bei Händlern und Konsumenten bei, so Cronin. Bisher konnten herkömmliche CDs von jenen mit Kopierschutz nicht unterschieden werden. Der Endkonsument müsse schon beim Kauf wissen, was er mit der Musik auf der CD tun könne und was nicht. (pte)

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