Gewerkschaft urgiert Baustiftung

18. September 2002, 16:21
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Regierungsmaßnahmen "Tropfen auf dem heißen Stein"

Wien - Die Gewerkschaft Bau-Holz urgiert weiter die Schaffung einer Baustiftung zur Höherqualifizerung und Umschulung von arbeitslosen Bauarbeitern . Das von der Regierung am Dienstag vorgelegte Konjunkturpaket sei "ein Tropfen auf dem heißen Stein", erklärt der Bundesvorsitzende der Teilgewerkschaft, Johann Driemer am Mittwoch in einer Aussendung. Motor der Maßnahmen sei nicht die Einsicht in deren Notwendigkeit, sondern der "vorgezogene Neuwahltermin".

"Wirkung nicht spürbar"

Die meisten Maßnahmen wie etwa das Sonderprogramm für jugendliche Arbeitslose seien "notwendig und sinnvoll". Bedauerlich sei aber "dass die Bundesregierung in wichtigen Bereichen Konjunkturbelebung mit Geschenken an die Unternehmer verwechselt". Die Verlängerung der befristeten und erhöhten vorzeitigen Abschreibung helfe zwar einigen bei der Eigenkapitalbildung, "die Wirkung auf eine Belebung des Bausektors ist aber nicht spürbar".

Die Erwähnung von Umschulungen im Konjunkturpaket gebe "zwar zur Hoffnung Anlass". Was fehle, sei aber "ein klares Bekenntnis zu einer Baustiftung und zu einem von der Gewerkschaft Bau-Holz seit Jahren geforderten Struktur- und Arbeitsmarktfonds". Obwohl in den Bau- und Holzbranchen derzeit Hochsaison sei, seien deutlich mehr als 30.000 Bau- und Holzarbeiter arbeitslos. (APA)

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