Die Zukunft der Arbeit

24. September 2002, 12:21
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Das "IV. Internationale GABEK-Symposium 2002" in Innsbruck befasst sich mit entscheidenden Fragen zum Arbeitsmarkt

Innsbruck - Welche Fähigkeiten und Kenntnisse sind für den einzelnen Mitarbeiter wichtig, um auch künftig am Arbeitsmarkt erfolgreich zu sein? Welches Wissen und Können ist für ein Unternehmen entscheidend, um langfristig und erfolgreich zu bestehen? Mit diesen Fragen befasst sich derzeit das "IV. Internationale GABEK-Symposium 2002" in Innsbruck.

Das Zukunftszentrum der AK-Tirol führte im Rahmen des Forschungsschwerpunktes "Zukunft der Arbeit" erstmals mit zwei heimischen Unternehmen, den Innsbrucker Kommunalbetrieben und der Raiffeisen Landesbank, ein Pilotprojekt durch. Dabei wurden Modelle erarbeitet, um die Zukunft der Betriebe und der Mitarbeiter erfolgreich zu bewältigen.

Die wissenschaftliche Leitung lag bei Univ.-Prof. Josef Zelger von der Universität Innsbruck. Er hat GABEK, darunter versteht man eine computerunterstützte Methode zur Wissensorganisation, im Laufe einer mehr als zehnjährigen Forschungstätigkeit entwickelt.

GABEK wird unter anderem eingesetzt, um Prozesse in sozialen Organisationen aus der Sicht von befragten Personen zu erfassen und zu bearbeiten. Grundwerte und Ziele der Mitarbeiter können so aufgedeckt und mögliche Maßnahmen vorgeschlagen werden. Das Wissen und die Meinung vieler Menschen sollen diskutiert und berücksichtigt werden. Zusammenhänge sollen dadurch verstanden, Ziele bestimmt und trendhafte Entwicklungen frühzeitig erkannt werden.

"Die Zukunft ist menschlich - ohne Menschen hat die Wirtschaft keine Chance", sagte AK-Tirol-Präsident Fritz Dinkhauser bei einer Pressekonferenz am Mittwoch. Er halte GABEK für eine wichtige Methode, um an das oft verborgene Potenzial von Mitarbeitern zu kommen.

Univ.-Doz. Manfred Steinlechner vom Zukunftszentrum wies darauf hin, dass der Strukturwandel durch die Globalisierung bei den Mitarbeitern Veränderungen bewirkt hätten. "Die Menschen haben Angst um ihren Arbeitsplatz und sind mit dem Problem konfrontiert, dass sich permanent etwas ändert." Der wirtschaftliche Aspekt stehe bei den Unternehmen im Vordergrund, Mitarbeiter würden unter Druck gesetzt. Eine Kommunikations- und Vertrauenskultur in den Unternehmen sei entscheidend für den Erfolg.

Das GABEK-Verfahren wird weltweit für Organisations- und Personalentwicklung, für Marktforschung aber auch zu Fragen der Persönlichkeitsentwicklung oder zur Erforschung sozialer Randgruppen angewendet. (APA)

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