Kabalen im Hause Thyssen

18. September 2002, 13:16
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Anwalt gegen Erben des Kunstmäzens - "Villa Favorita" teils beschlagnahmt

Lugano - Rund fünf Monate nach dem Tod des Schweizer Kunstmäzens Hans-Heinrich Thyssen-Bornemisza streitet dessen früherer Anwalt mit der Familie um ausstehenden Lohn.

Der Jurist habe deshalb die für ihre Kunstsammlung bekannt gewordene "Villa Favorita" in Lugano zum Teil vom Amtsgericht beschlagnahmen lassen, bestätigte Witwe Carmen von Thyssen-Bornemisza am Mittwoch. Sie wolle gegen die Forderung von rund 14 Millionen Franken (9,5 Millionen Euro) rechtlich vorgehen.

Die Zukunft der Villa aus dem 17. Jahrhundert mit geschätztem Verkaufswert von bis zu 50 Millionen Franken gilt als ungewiss. Baron von Thyssen hatte das Gebäude am Luganer See 1932 erworben und dort eine Kunstsammlung von überragendem internationalen Renommee geschaffen. Sie wurde vor zehn Jahren zum großen Teil in ein neues Museum in Madrid verlegt. (APA/dpa)

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