Stadler: "Habe nicht vor, zu kandidieren"

18. September 2002, 14:28
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"Entgegen allen dümmlichen Behauptungen" geht es ihm nur um Sachpolitik - "Bleibe, was ich bin"

Wien - Der stellvertretende niederösterreichische FPÖ-Landeschef, Volksanwalt Ewald Stadler, hat "nicht vor, zu kandidieren" - weder auf der Bundesliste, noch auf einer Landesliste. Er antwortet damit auf die Vorgabe des voraussichtlichen neuen FPÖ-Obmannes Mathias Reichhold, der heute angekündigt hat, dass Stadler nicht für den Nationalrat kandidieren dürfe. Im ORF-Radio zeigte sich Stadler gelassen und sprach von einer "leicht erfüllbaren Bedingung".

Auf der Bundesliste für den Nationalrat habe er sich bei den Wahlen 1999 nur auf Wunsch Jörg Haiders beworben. "Entgegen allen dümmlichen Behauptungen" gehe es ihm immer nur um Sachpolitik, stellte Stadler fest.

"Gegen Scherbengericht"

Ewald Stadler begrüßt nach eigenen Angaben die Kandidatur von Mathias Reichhold zum neuen Bundesparteiobmann der FPÖ. "Wenn er aber glaubt, er muss jetzt ein Scherbengericht über den Ewald Stadler abhalten, dann ist das kein guter Start", so der Volksanwalt.

Stadler meinte, dass auch der OÖ-Landeschef Hans Achatz nicht hätte zurücktreten müssen. "Bei ihm liegt die Sache jedoch anders: Achatz wollte sich in seinem Alter das alles nicht mehr antun." Er, Stadler, wolle jedenfalls nicht länger zulassen, dass die 400 Delegierten von Knittelfeld weiterhin als "Auftragskiller oder Putschisten denunziert werden". Falls dieses Thema am kommenden Parteitag in Oberwart zur Sprache kommen sollte, "werde ich deutliche Worte finden", so der streitbare Volksanwalt. Das "Knittelfelder Manifest" sei "demokratisch durchdrungen", Verteidigungsminister Herbert Scheibner sei ein Co-Autor des Papiers. Die 400 Delegierten von Knittelfeld hätten nur ihr demokratisches Recht in Anspruch genommen. "Von uns wurde kein einziger Rücktritt gefordert", so Stadler.

"Bleibe, was ich bin"

Neuerlich betonte er, dass er derzeit weder an eine Kandidatur bei der Nationalratswahl noch bei den NÖ-Landtagswahlen im kommenden Jahr denke. "Ich bleibe, was ich bin", so der Volksanwalt und stellvertretende NÖ-Landesparteiobmann. Er habe auch nie vorgehabt, Klubobmann zu werden, wie dies Peter Westenthaler "verzapft" habe, so Stadler. (APA)

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