NÖM-Konzern erwartet für 2002 mehr Gewinn

18. September 2002, 11:29
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Weiterer Ausbau des Exportgeschäfts

Baden/Wien - Der niederösterreichische Molkereikonzern NÖM, an dem sich Italiens Milchriese Parmalat vor wenigen Wochen mit einer Sperrminorität beteiligt hat, rechnet für 2002 mit einem höheren Gewinn. Im vergangenen Jahr hatte das Badener Unternehmen bei Umsätzen von 257,4 Mill. Euro ein Ergebnis vor Steuern (EGT) in Höhe von 8,4 Mill. Euro eingefahren.

In den kommenden Monaten will NÖM den Anteil der veredelten Produkte am Gesamtexport schrittweise steigern. Wie in einem Aktionärsbrief mitgeteilt wurde, soll das mit neuen Kunden, dem Ausbau des Geschäfts mit bestehenden Kunden und dem Aufbau neuer Märkte in der EU und angrenzenden Drittländern erreicht werden. Laut NÖM sind seit August die zuvor dramatisch gefallenen Preise bei Versandmilchprodukten wieder steigend.

Umsatz und Gewinn hinter Vorjahr

Im ersten Halbjahr 2002 blieben Umsatz und Gewinn hinter dem Vorjahr zurück. NÖM betonte aber, dass die Zahlen wegen der Entkonsolidierung der slowakischen Rajo - die Mehrheit wurde wie berichtet im Februar d.J. an den bayerischen Milchverarbeiter Meggle abgegeben - nicht vergleichbar sind. Nach den ersten sechs Monaten lag das Konzern-EGT bei 932.800 Euro, nach fast 2,9 Mill. Euro in der ersten Hälfte 2001. Beim Umsatz wies die Gruppe 119,4 (nach 146,7) Mill. Euro aus.

Die NÖM AG steigerte im Halbjahr ihren Umsatz um 2,2 Prozent von 116,2 auf 118,8 Mill. Euro, wegen der schlechten Preise im Versandmilchbereich musste jedoch beim EGT ein Einbruch von knapp 2,0 Mill. Euro auf 773.100 Euro hingenommen werden. Der Cashflow blieb mit 3,3 (nach 3,5) Mill. Euro annähernd stabil.

Im Konzern betrug die Anzahl der Mitarbeiter zum Halbjahresultimo 607 (Vorjahr: 821). NÖM begründet diese Differenz mit der Entkonsolidierung der Rajo, die Ende 2001 insgesamt 332 Personen beschäftigte. Die NÖM AG beschäftigte per Ende Juni dieses Jahres 371 Mitarbeiter, das waren im Vorjahresvergleich um 47 Leute oder 14,5 Prozent mehr. Der Grund dafür liegt in der Inbetriebnahme neuer Produktionsanlagen und der Ausweitung der Produktion.(APA)

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