"Wer nicht handelt, der wird behandelt!"

18. September 2002, 10:49
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Rau fordert Deutsche zur Wahrnehmung des Wahlrechts auf

Berlin - Der deutsche Bundespräsident Johannes Rau hat die Bürger zur Wahrnehmung ihres Wahlrechts aufgefordert. In einem in Berlin veröffentlichten Wahlaufruf schrieb das Staatsoberhaupt: "Wer nicht handelt, der wird behandelt." Er wünsche sich, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger wählen gehen. Das Bürgerrecht solle auch als Verpflichtung verstanden werden.

Rau meinte, zwar lägen bei vielen Entscheidungen "die Lösungsvorschläge der Parteien nicht sehr weit auseinander". In wichtigen Fragen wollten sie aber auch verschiedene Wege gehen. Bei einer Wahl gehe es auch um Vertrauen: "Wem trauen wir die Lösung der kleinen und großen Aufgaben am ehesten zu? Wem möchten wir die politische Führung unseres Landes anvertrauen?

Politikverdrossenen gab Rau zu bedenken: "Die großen Weichenstellungen in den wichtigen Zukunftsfragen betreffen uns aber alle: Wie wir zusammen leben wollen - in Deutschland, in einem Europa, das zusammenwächst und in einer Welt, die von Frieden, Gerechtigkeit und Respekt vor dem Anderen bestimmt sein soll." Er bat darum, nicht nur zur Wahl zu gehen, sondern "mit Freunden und Nachbarn zu reden. "Sprechen Sie wahlmüde Arbeitskollegen oder unentschlossene Verwandte an. Der Bundestag und die Bundesregierung, die dann gebildet wird, müssen sich auf breites Vertrauen stützen können. Es kommt auf jede Stimme an." (APA)

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