"Iswestija": Russland hat Grenzen nicht unter Kontrolle

18. September 2002, 10:54
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Tschetschenen-Kämpfer am russischen Zoll vorbei ins Pankisi-Tal

Moskau - Zu der angeblichen Bedrohung Russlands durch tschetschenische Rebellen im grenznahen georgischen Pankisi-Tal meint die Moskauer Tageszeitung "Iswestija" am Mittwoch:

"Wir beklagen uns, dass die Rebellen von georgischem Gebiet aus nach Tschetschenien eindringen - aber sie kommen dabei doch an den russischen Grenzsoldaten vorbei, die in der zehnfachen Überzahl sind. Die Tatsache, dass die Rebellen passieren können, genauso wie das Faktum, dass sie von unserem Gebiet aus in das Pankisi-Tal gelangen konnten, belegen doch vor allem eines: Wir haben unsere Grenze nicht unter Kontrolle.

Aus Tschetschenien kommen fast jeden Tag Meldungen, dass russische Truppen die örtliche Polizei beschießen - oder umgekehrt. Das heißt doch, dass wir nicht einmal Tschetschenien so weit unter Kontrolle haben, um versehentliche Schusswechsel unter den eigenen Leuten ausschließen zu können." (APA/dpa)

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