Reno gibt sich nach Wahlchaos in Florida geschlagen

18. September 2002, 06:56
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Niederlage bei Vorwahl um demokratischen Gouverneurskandidaten

Miami - Die frühere US-Justizministerin Janet Reno hat sich eine Woche nach der Vorwahl zur Bestimmung des demokratischen Gouverneurskandidaten in Florida endgültig geschlagen gegeben. Nach einer abschließenden Zählung wurde ihr Mitbewerber Bill McBride am Dienstag zum Sieger erklärt. Demnach gewann McBride mit einem Vorsprung von 4.800 Stimmen. Nach der ersten Zählung lag Reno noch mit gut 8.000 Stimmen zurück.

Reno erkannte ihre Niederlange am Dienstag an. Damit tritt der Jurist McBride bei der Gouverneurswahl am 5. November gegen den republikanischen Amtsinhaber Jeb Bush an. Der Gouverneur ist ein Bruder von Präsident George W. Bush.

Wie schon bei der Präsidentenwahl vor zwei Jahren kam es bei der Vorwahl in Florida zu Unregelmäßigkeiten. In mehreren Kreisen, darunter auch in Miami-Dade, wurden zunächst zahlreiche Stimmen nicht ausgezählt. Das elektronische Wahlsystem im US-Staat Florida war nach dem Chaos bei der Präsidentenwahl mit Millionenaufwand modernisiert worden. Aber zahlreiche Computer versagten den Dienst, dazu gab es Fehlverhalten bei Wahlhelfern. (APA/AP)

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