ORF in "heißer Phase"

17. September 2002, 18:33
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Infodirektor denkt an Diskussionssendung vor Reform

Kurz zögert ORF-Informationsdirektor Gerhard Draxler: "Nein, bis zum 13. Oktober ist Sonntagabend keine Diskussionssendung vorgesehen." Als die "Regierung, nein, die FPÖ implodiert ist", hat der Küniglberg "die Parteisekretäre schon gehabt" am "runden Tisch". Mehr an Debatte zur innenpolitischen Lage sei derzeit nicht konkret geplant.

"Offen gesagt, ja", bestätigt ORF-Sprecher Günther Kallinger die sonntägliche Lücke bis Mitte Oktober. "Offen gesagt" soll wie berichtet die "Betrifft"-Nachfolge ab der Programmreform in knapp einem Monat heißen.

Dass man schon davor an Sonntagabenden Österreichs Politik diskutiert, will Direktor Draxler aber "nicht absolut ausschließen im Zusammenhang mit der heißen Phase des Wahlkampfs". Und die sieht Draxler im Gespräch mit dem STANDARD schon gekommen.

"Runder Tisch" zur Wahl in Deutschland

Bisher fix geplant ist für kommenden Sonntag ein "runder Tisch" zur Wahl in Deutschland. ORF-Chefredakteur Werner Mück diskutiert mit Ronald Barazon (Salzburger Nachrichten), Peter Pelinka (News), Kurt Seinitz (Krone), Gerfried Sperl (DER STANDARD) und Andreas Unterberger (Presse). "Runde Tische" würden "tagesaktu- ell entschieden", erklärt Kallinger - ausgenommen die Wahlduelle ab Ende Oktober.

Den VP-Wunsch, die statt um 22.30 schon um 21 Uhr anzusetzen, prüft Draxler. Aber: "Mit 22.30 haben wir von 1999 gute Erfahrungen." (Harald Fidler, DER STANDARD, Printausgabe vom 18.9.2002)

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