Fondsmanager: Gemischte Gefühle

17. September 2002, 15:58
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Studie: Konjunkturoptimismus, aber Sentimentindikator für Aktienmärkte gefallen

Wien - Ein gemischtes Bild bietet eine aktuelle Umfrage der Investmentbank Merrill Lynch unter Fondsmanagern. Optimistischer als noch im Vormonat zeigten sich die im September befragten Fondsstrategen hinsichtlich der Konjunkturentwicklung. Während im August nur 43 Prozent der Befragten von einer anziehenden Konjunkturentwicklung auf Zwölf-Monats-Sicht ausgingen, fanden sich im September schon 48 Prozent im Lager der Konjunkturoptimisten.

Die institutionellen Anleger dürften etwas Vertrauen in die Konjunktur wieder gefunden haben, heißt es in der Merrill Lynch-Studie. Die Fondsmanager fragen sich, ob sie nicht zu voreilig die Hoffnung auf eine Wirtschaftserholung aufgegeben haben, so der Merrill Lynch-Chefstratege David Bowers.

Sentimentindikator gefallen

Weiter skeptisch zeigen sich die Fonds-Investoren aber für das Aktienmarktumfeld. Das Stimmungsbarometer "Stock Market Conditions Indicator" ist im September auf 13,9 Punkte gefallen, im August lag der Index noch bei 14,9 Punkten. Auch die Risiko-Aversion dürfte gemessen an den Angaben zur Portfolio-Ausrichtung gestiegen sein, 26 Prozent der Fondsmanager haben ihre Portefeuilles defensiver als üblich positioniert.

Befragt wurden von Merrill Lynch 298 institutionelle Investoren, die in Summe 702 Mrd. Dollar in ihren Portfolios verwalten. Die Umfrage wurde zwischen dem 5. und 12. September durchgeführt. (APA)

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