Siemens warnt vor Explosionsgefahr bei gefälschten Handy-Akkus

17. September 2002, 21:59
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Gerät in Deutschland hat zwei Personen verletzt - Bisher kein derartiger Fall in Österreich

Der Siemens-Konzern warnt vor gefälschten Akkus für seine Mobiltelefone, da diese im Extremfall explodieren und damit zu Verletzungen führen können. Denn bei den nicht lizenzierten Handy-Akkus, die aber wie solche von Siemens aussehen, handle es sich meist um technisch minderwertige Produkte, die zum Teil über keinen Schutz gegen Überladung verfügten, teilte das Unternehmen in München mit.

"Dies kann unter Umständen zu erheblichen Gesundheitsschäden führen"

"Dies kann unter Umständen zu erheblichen Gesundheitsschäden führen", warnte Siemens. Anlass der Warnung ist nach Angaben eines Sprechers ein Vorfall aus der vergangenen Woche, bei dem ein Siemens-C25-Handy in der im Auto montierten Ladestation explodiert war. Lenker und Beifahrerin hätten dabei leichte Verbrennungen und Verletzungen an den Augen davon getragen. Besonders von den Plagiaten betroffen ist den Angaben zufolge die 25er-Baureihe. Siemens habe von den verschiedenen Modellen der 25-er Serie weltweit bisher 15 Millionen Exemplare verkauft, sagte der Sprecher.

Bisher kein derartiger Fall in Österreich bekannt

Auch ein Unternehmenssprecher von Siemens Österreich riet, keine billigen Akkus zu verwenden, da sie im Extremfall das Gerät schädigen können. Über einen derartigen Fall wie Deutschland sei in Österreich nichts bekannt, sagte der Sprecher. (APA/Reuters)

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