Peking: Gefährliches Menue

17. September 2002, 15:38
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Cousin von Restaurant-Chef vergiftete Essen eines Lokals mit Rattengift - 49 Menschen starben

Peking - Aus Eifersucht soll ein Mann in China das Essen eines Restaurants mit Rattengift versetzt und so den Tod von 49 Menschen verursacht haben. Der Verdächtige wurde nach Medienberichten festgenommen und hat gestanden, den Lokal-Besitzer in der südchinesischen Stadt Nanjing gehasst zu haben. Nach Angaben eines Hongkonger Fernsehsenders handelt es sich um einen Cousin des Restaurant-Chefs.

Die Polizei hatte den Mann im Zug von Nanjing nach Luoyang festgenommen. Nach ersten offiziellen Angaben starben durch das Essen mindestens 38 Menschen, vor allem Schulkinder, sechs weitere befanden sich demnach in Lebensgefahr. Die Rundfunkstation China Radio International hatte zuvor Behörden aus Nanjing zitiert, die von 49 Toten berichteten.

Schulkinder und Bauarbeiter

Etwa 400 Schulkinder und Bauarbeiter waren nach einem Frühstück in einer Imbisskette in Nanjing erkrankt. Rund 300 Menschen mussten mit Vergiftungserscheinungen in Krankenhäusern behandelt werden.

Das Restaurant verkauft Snacks wie frittierte Teigwaren, Sesamkuchen und Reisbällchen. Das Gift sei identifiziert worden. Obwohl die Herstellung dieses Rattenvernichtungsmittels in China verboten sei, werde es auf dem Lande wegen seines niedrigen Preises und seiner großen Wirkung verwendet. (APA/dpa)

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    derstandard.at
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