"Russischer Markt unterbewertet"

19. September 2002, 17:10
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BA-CA-Vorstand Hemetsberger sieht "ausgezeichnete Chancen für Anleihen, Währungen und Aktien" der Region

Salzburg - Die Länder Mittel- und Osteuropas (MOEL) bieten "ausgezeichnete Chancen in allen Segmenten der Kapitalmärkte - Anleihen, Währungen und Aktien", sagte Bank Austria Creditanstalt-Vorstandsdirektor Willi Hemetsberger am Dienstag beim Europäischen Weltwirtschaftsforum (WEF) in Salzburg. Wertpapiere aus dieser Region seien vergleichsweise noch immer unterbewertet.

Im Vergleich mit der Wachstumsregion Lateinamerika wiesen die MOEL mehr Chancen bei gleichzeitig weniger Risken auf, sagte Hemetsberger. Die Kapitalmärkte der Region Osteuropa hätten sich von den Krisen in Lateinamerika nicht anstecken lassen. Profitieren würden die Papiere von einem erwarteten Beitritt zur EU in den nächsten Jahren.

Stärkste Index-Steigerungen seit Jahresbeginn

Osteuropäische Aktienbörsen seien im Vergleich zu westeuropäischen Märkten noch immer unterbewertet, obwohl das Gewinnwachstum das 1,5- bis Zweifache der EU-Börsen ausmache. Ost-Börsen zählen zu den Märkten mit den stärksten Index-Steigerungen seit Jahresbeginn. Ein Problem stelle aber mitunter die geringe Liquidität der Märkte dar. Besonders günstig sind russische Aktien, vor allem solche auf Öl- oder Mobilfunk-Unternehmen. "Der russische Aktienmarkt wird unter seinem Wert geschlagen", sagte Hemetsberger.

Besonders bei Anleihen und Währungen wirke sich die konkrete Aussicht eines Beitritts zur EU positiv aus. Anleihen von Kroatien, Rumänien, Russland oder Ungarn rangieren in einer Aufstellung der ertragbringendsten Anleihen ganz oben. (APA)

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    Händler diskutieren an der Moskauer Börse.

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