Firmen geben mehr für Managementbildung aus

17. September 2002, 14:17
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Studie: Erfolgsentscheidender Wettbewerbsfaktor

Wien - Trotz Konjunkturkrise haben fast die Hälfte der Mittelbetriebe und knapp zwei Drittel der großen Unternehmen die Aufwendungen für die Aus- und Weiterbildung ihrer Manager zuletzt verstärkt. Das Management Zentrum St. Gallen (MSZG) in Wien, das eine neue Studie zur Managementbildung in Österreich erstellt hat, sieht darin das Bedürfnis, durch gesteigerte Managementeffizienz der schlechten Wirtschaftslage zu begegnen.

Nach den Ergebnissen der MSZG-Untersuchung wurden im Vorjahr in den Großbetrieben durchschnittlich 2.762 Euro in die einzelne Führungskraft investiert. Ein österreichischer Kleinbetrieb gab durchschnittlich 2.373 Euro aus, ein Mittelbetrieb 2.500 Euro.

Wettbewerbsfaktor

"Wirksame Aus- und Weiterbildungsprogramme für das Management werden immer mehr zum erfolgsentscheidenden Wettbewerbsfaktor", meint der Chef des MSZG in Wien, Stefan Mackowski. Gerade in konjunkturell schwierigen Phasen seien Investitionen in Managementbildung von großer Bedeutung für die Unternehmensentwicklung.

Unter den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) geben 86 Prozent der befragten Firmen an, derzeit ihre Führungskräfte aus- und weiterzubilden. "Nutznießer" von Managementbildung-Seminaren seien im KMU-Bereich zu mehr als 30 Prozent Abteilungs-/Geschäftsbereichsleiter. Besonders wichtig, so Mackowski, sei KMU auch die Schulung ihrer Nachwuchs- bzw. jungen Manager sowie der Geschäftsleitung. Bei großen Unternehmen sind die Adressaten von Bildungsmaßnahmen laut dem MSZG Wien-Chef vor allem Abteilungs- und Geschäftsbereichsleiter (97 Prozent) sowie Nachwuchs- und junge Führungskräfte (92 Prozent).

Bei Kleinfirmen geben 37,5 Prozent an, dass ihre Bildungsmaßnahmen ad hoc erfolgen, während lediglich 15 Prozent eine langfristige strategische Managementbildung betreiben. Auch bei mittleren Unternehmen spielten die Ad hoc-Maßnahmen eine vorrangige Rolle. Bei den Großbetrieben dominiere hingegen die Jahresplanung. "Entscheidend ist, dass die Bildungsaktivitäten systematisch kontrolliert werden. Punktuelle Aktivitäten ohne Konzept verursachen kurzfristige Kosten, aber keinen langfristigen Nutzen", so Mackowski weiter. (APA)

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