Musiktheater Linz: Experten prüfen Projekte

17. September 2002, 13:55
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Dennis Russell Davies als "Schirmherr" der "Freunde des Linzer Musiktheaters"

Linz - Der neue Chef des Brucknerorchesters und international renommierte Dirigent Dennis Russell Davies hat jetzt die "Schirmherrschaft" über den Verein der "Freunde des Linzer Musiktheaters" und damit über eine der wichtigsten Initiativen für den Bau eines solchen neuen Theaters in Linz übernommen.

Der Neubau eines Musiktheaters sorgt seit langem für Diskussionen, vor allem auch auf politischer Ebene. Das bereits weit gediehene Projekt eines "Musiktheaters im Linzer Schlossberg" wurde nach einer von der FPÖ initiierten Volksbefragung - mit Mehrheit gegen den Bau - im November 2000 fallen gelassen. Seither wird wieder diskutiert, ob es einen Neubau geben soll oder nur einen Umbau des bestehenden Landestheaters. Für den Fall eines Neubaus ist auch die Standortfrage noch offen.

Schließlich einigten sich die vier Landtagsparteien vor dem Sommer, dass ein aus acht Experten bestehendes Team - jeweils zwei wurden von einer Partei nominiert - alle vorhandenen Projekte und Vorschläge prüfen und nach Möglichkeit auf einen gemeinsamen Nenner bringen soll. Die Arbeit dieser Experten ist im Gang, Ergebnisse liegen noch nicht vor.

Keine politische Entscheidung erwartet

Gerhard Ritschel, der Geschäftsführende Präsident der "Freunde des Linzer Musiktheaters", unterstrich bei einer Pressekonferenz am Dienstag in Linz, man halte an der Notwendigkeit und Wichtigkeit eines Theaterneubaus fest. "Nicht nur die oberösterreichische und Linzer Kulturlandschaft braucht ein funktionstüchtiges Theater, auch das Publikum, hier vor allem die Jugend, die Wirtschaft und der Tourismus werden davon profitieren".

Man erwarte aber vor den Landtagswahlen im Oktober 2003 keine politischen Entscheidungen in der Frage des Musiktheaters mehr, so Ritschel, das nehme der Verein als "Realsituation" zur Kenntnis. Man werde daher auch vor den Landtagswahlen "keine Aktivitäten mehr in Richtung Politik setzen".

(APA)

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