FPÖ: Dillersberger zum "Aufräumen" bereit

17. September 2002, 19:36
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Ex-Nationalratspräsident: "Kann nicht nachvollziehen, warum Haider so gehandelt hat"

Innsbruck - Der frühere Dritte Nationalratspräsident und langjährige Tiroler FP-Spitzenpolitiker Siegfried Dillersberger hat am Dienstag angekündigt, seiner Partei bei der Bewältigung der derzeitigen Turbulenzen helfen zu wollen. Er sei bereit, "beim Aufräumen mitzuhelfen". Die Übernahme der Funktion des Bundesparteiobmannes schloss Dillersberger aber ausdrücklich aus.

In der Radio-Anrufsendung "Tirol Thema" meinte Dillersberger, ihm tue es leid, dass alles, was von Jörg Haider in den vergangenen Jahren aufgebaut worden sei, nun offenbar durch dessen Verschulden zu Grunde gehe. Für einen "normalen Menschen" sei diese Entwicklung "nur schwer nachzuvollziehen". Haider habe große Verdienste für den Aufbau der FPÖ, aber auch Verantwortung, dass es so weit gekommen sei. Er könne nicht nachvollziehen, warum Haider so gehandelt habe.

Zur Nachbesetzung der Parteispitze meinte Dillersberger, wenn man eine Integrationsfigur suche, könnte dies der Zweite Nationalratspräsident Thomas Prinzhorn sein. Wenn man einen Generationswechsel vollziehen wolle, könnte dies Infrastrukturminister Mathias Reichhold sein. (APA)

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