"Szenen einer Ehe" und die Folgen

17. September 2002, 13:03
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Der schwedische Filmregisseur Ingmar Bergman dreht nach 20 Jahren Leinwandpause wieder einen Film

Stockholm - Der schwedische Filmregisseur Ingmar Bergman hat nach 20 Jahren Leinwandpause in dieser Woche wieder mit den Dreharbeiten für einen eigenen Film begonnen. Wie der Fernsehsender SVT am Dienstag in Stockholm mitteilte, verfilmt der 84-Jährige bis Mitte November sein eigenes Drehbuch für den zweistündigen Fernseh- und Kinofilm "Saraband".

Nach Abschluss der Arbeiten an seinem letzten Film "Fanny und Alexander" 1983 hatte Bergman erklärt, er wolle nur noch Bücher schreiben und Regie am Theater führen.

Mit dem Drehbuch für "Saraband" knüpft Bergman an seinen Welterfolg "Szenen einer Ehe" aus dem Jahr 1973 an, dessen Hauptfiguren einander jetzt als alte Menschen nach 30 Jahren Trennung wieder begegnen. Mit Erland Josephson (79) und Liv Ullmann (63), die dem Regisseur auch privat lange eng verbunden war und mit ihm eine Tochter hat, spielen erneut die beiden Hauptdarsteller wie in "Szenen einer Ehe".

Bergman selbst sagte zu Beginn der Dreharbeiten über seinen neuen Film: "Man kann ihn als Concerto grosso sehen, als Konzert für ein ganzes Orchester, aber auch für vier Solisten." Die beiden anderen Hauptdarsteller neben Ullman und Josephson sind die Schweden Börje Ahlstedt und Julia Dufvenius. Im schwedischen Fernsehen soll "Saraband" im kommenden Herbst gesendet werden. 1997 war Bergman von den meisten der international anerkannten Filmregisseure zum wichtigsten Filmemacher des 20. Jahrhunderts gewählt worden und hatte dafür die "Palme aller Goldenen Palmen" erhalten. (APA)

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