Neuer Finanzchef soll Fiat aus Krise retten

17. September 2002, 12:13
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Ferruccio Luppi ist neuer Generaldirektor

Rom - Zum dritten Mal binnen zehn Monaten überrascht die italienische Autogruppe Fiat mit einem Wechsel in ihrem Top Management. Ferruccio Luppi, Generaldirektor der von der Unternehmerdynastie Agnelli kontrollierten Holding Worms & Cie, ist zum neuen Finanzchef des Autokonzerns ernannt worden. Am 1. Oktober wird der 52-Jährige den Top Manager Damien Clermont ersetzen, den der Patriarch der Unternehmerfamilie Giovanni Agnelli an die Spitze des Bereichs "Strategische Entwicklung" gesetzt hat, hieß es in einer Fiat-Presseaussendung.

Dem aus Turin stammenden Luppi steht die Aufgabe bevor, die finanzielle Umstrukturierung weiterzuführen, die in den vergangenen Monaten unternommen worden ist, um die Gruppe aus einer schwierigen Krise zu retten. Erst vergangene Woche hatte die Aktionärsversammlung des Autokonzerns ein Abkommen mit den Banken unterzeichnet, die Fiat eine Finanzierung im Wert von 3 Mrd. Euro als Garantie für eine gleichwertige Kapitalaufstockung genehmigt haben. Bis März 2003 hat sich der Konzern verpflichtet, seine Verschuldung von 6,6 auf 3 Mrd. Euro zu halbieren.

Nach Luppis Ernennung ist der Wechsel in den strategischen Spitzenspositionen des Autokonzerns komplett. Im Dezember hatte Giancarlo Boschetti die Führung der Fiat-Autosparte übernommen, nach dem Geschäftsführer Roberto Testore wegen der schlechten Ergebnissen zurückgetreten war. Im Juni war Gabriele Galateri als neuer Vorstandschef der Gruppe nominiert worden. Er hatte den Posten Paolo Cantarellas übernommen, der mit der Begründung zurückgetreten war, Fiat brauche einen neuen Vorstandsvorsitzenden als Zeichen des Beginns einer neuen Ära. (APA)

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