Saisonauftakt im Tiroler Landestheater

17. September 2002, 11:45
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"Aida" im großen Konzertsaal des Congress Innsbruck

Innsbruck - Diesmal heißt es nicht "Vorhang auf", wenn am kommenden Freitag das Tiroler Landestheater seine Opernsaison 2002/2003 mit Giuseppe Verdis "Aida" eröffnet. Denn das Große Haus bleibt wegen des Baues der Probebühne, zu der erst am 11. Juni die Grundsteinlegung erfolgte, noch bis Anfang Dezember geschlossen.

So steht die Musik dieses Reifewerks Verdis, das 1871 in Kairo uraufgeführt wurde, diesmal ganz im Vordergrund, wenn es unter der Stabführung des Innsbrucker Musikdirektors Georg Schmöhe in konzertanter Form mit szenischen Elementen im großen Konzertsaal des Congress Innsbruck Premiere feiert. Intendantin Brigitte Fassbaender selbst hat die szenische Betreuung übernommen, zu der Michael D. Zimmermann eine Dekoration entwarf. Das Innsbrucker Symphonieorchester, Chor und Extrachor sowie der Kammerchor Collegium vocale bilden den imposanten Klangkörper ganz im Sinne Verdis, der für diese seine drittletzte Oper einen Chor von mindestens 35 Frauen- und 45 Männerstimmen verlangt hatte.

Neue Stimmen

Im Solistenensemble gibt es neue Namen, neue Stimmen. In der Titelpartie alternieren die bestbekannte Wienerin Susanna von der Burg mit der Amerikanerin Caroline Thomas, ihre Rivalin Amneris ist Elena Batoukova aus Moskau; mit dem Russen Tomasz Kuk als Radames hat Fassbaender eine "Entdeckung" versprochen, und als Amonasro hört man den in vielen Verdipartien bestbewährten Bariton Joachim Seipp. Weitere vier Aufführungen finden statt am 22. und 28.September, am 13. und 20.Oktober, eine davon wird Frank Cramer dirigieren.

Auch die Kammerspiele des Landestheaters öffnen an diesem Wochenende ihre Pforten. Am Samstag hat im Rahmen des großen William-Shakespeare-Zyklus, der seit Beginn der Intendanz Fassbaender läuft, die Komödie "Viel Lärm um nichts" in der Inszenierung von Schauspieldirektor Klaus Rohrmoser Premiere. Helfried Lauckner baut ihm dazu die Bühne, Michael D. Zimmermann entwirft die Kostüme. Das personenreiche Stück, das auch als "Beatrice und Benedikt" in die Literaturgeschichte eingegangen ist, beschäftigt nicht weniger als 17 Damen und Herren des Schauspielensembles und wird von 26. bis 29. September täglich und sodann neun Mal im Oktober weitergespielt. (APA)

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