Release Candidate 1 von Gentoo Linux 1.4 vorgestellt

17. September 2002, 11:36
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Umstieg auf gcc 3.2 und topaktuelle Software – Optimierungen für verschiedenste Prozessortypen – Unreal Tournament 2003 Demo noch vor der Installation spielen

Die Entwickler von Gentoo Linux haben den ersten Release Candidate der neuen Version 1.4 vorgestellt. Diese markiert vor allem den Umstieg auf die gcc 3.2, was zu einer Geschwindigkeitssteigerung für das gesamte System führen soll. Dies sollte sich gerade bei Gentoo bemerkbar machen, handelt es sich dabei doch um eine Distribution, die praktisch das gesamte System von Grund auf aus den Sourcen selbstkompiliert. So können Optimierungen für Spezialitäten der einzelnen Prozessorarchitekturen – wie Pentium 4 oder Athlon XP, bei PowerPC-Prozessoren G3 oder G4 – vorgenommen werden.

Topaktuell

Auch die weitere Softwareausstattung des Systems ist topaktuell: Ein speziell angepasster Kernel 2.4.19 mit allerlei High-Performance-Patches, KDE 3.0.3 (oder/und KDE 3.1 beta1), Gnome 2.0.2, KOffice 1.2, OpenOffice.org 1.0.1 stehen - um nur einige zu nennen – zur Verfügung. Im Gegensatz zu anderen Distributionen gibt es bei Gentoo laufend Updates aktueller Software, die frei zugänglich für alle sind, sprich von der Programmausstattung her kann ein Gentoo-System leicht auf die nächste Version aufgerüstet werden.

Live

Neu hinzugekommen ist in der Version 1.4 eine "Live-CD", die direkt in ein funktionsfähiges Gentoo-System bootet, von dem aus dann die Installation vorgenommen werden kann. Für diese gibt es eine detaillierte Textanleitung, einen grafischen Installer ist hingegen bisher nicht vorhanden. Als besonderen „Gag“ gibt es auch eine Version der Live-CD, auf der die aktuelle Demo des Multiplayer-Shooters Unreal Tournament 2003 enthalten ist, die Testversion lässt sich dabei direkt von der CD ohne Installation spielen, Vorrausetzung dafür ist allerdings eine Nvidia-Grafikkarte ab der Geforce2-Generation.

Gentoo 1.4 ist kostenlos für x86-, Alpha- PPC und SPARC-Architekturen erhältlich, eine Live-CD gibt es momentan nur für x86-Prozessoren. (red)

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