Alitalia-Piloten streiken

17. September 2002, 10:34
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100 Flüge gestrichen - Protest gegen Verkauf von Eurofly

Rom - Wegen eines Pilotenstreiks hat die italienische Fluggesellschaft Alitalia am Dienstag 110 Flüge streichen müssen. 35 internationale und 75 inländische Flüge sind in der Zeitspanne von 12.30 bis 16.30 Uhr wegen der Arbeitsniederlegung ausgefallen.

Die Alitalia-Piloten werfen der Fluggesellschaft Verletzungen des Arbeitsvertrags vor. Sie protestieren gegen den 80-prozentigen Verkauf der auf Charterflüge spezialisierten Alitalia-Tochter Eurofly an Italiens zweitstärkste Fluggesellschaft Volare Group. Die Eurofly-Piloten befürchten durch den Verkauf der Gesellschaft erhebliche Gehaltsverluste.

Am Flughafen Wien wurde wegen des Streiks der Flug AZ 191 nach Rom mit geplantem Start um 11.50 Uhr gecancelt. Andere Alitalia-Verbindungen ab Schwechat waren am Dienstag nicht betroffen: Eine Maschine nach Mailand hob planmäßig um 6.20 Uhr ab, auch der Mailand-Flug um 17.00 Uhr sollte stattfinden.

Im Zugverkehr wird es in den nächsten Tagen in Italien ebenfalls zu Schwierigkeiten kommen. Am Samstag ist ab 21.00 Uhr ein 24-stündiger Streik der Eisenbahner geplant. Der Arbeitsvertrag der rund 120.000 italienischen Bahnangestellten ist bereits vor mehreren Monaten abgelaufen. Sie fordern monatliche Gehaltserhöhungen von durchschnittlich 100 Euro. Am 25. September ist außerdem ein weiterer Streik im Lokalverkehr geplant, der vor allem in den Metropolen Probleme verursachen wird. (APA)

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