UNO-Studie: Ozonschicht erholt sich frühestens ab 2010

16. September 2002, 21:34
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Schutzschild bleibt aber "verwundbar"

Paris - Die von schädlichen Gasen angegriffene und teilweise zersörte Ozonschicht der Erde wird sich einem UNO-Bericht zufolge frühestens ab dem Jahr 2010 wieder erholen. Gegenwärtig liege die Schadstoff-Konzentration in der Stratosphäre noch so hoch wie nie zuvor, hieß es in der am Montag anlässlich des Internationalen Tags zum Schutz der Ozonschicht veröffentlichten Studie. Bisher unbekannte schädliche Substanzen oder der weltweite Klimawandel seien außerdem stets eine Bedrohung für die Erholung der Schicht.

Das Ozonloch über der Antarktis hat sich dem Bericht zufolge auch im vergangenen Jahrzehnt ausgedehnt, allerdings nicht so schnell wie in den 80er Jahren. Derzeit klaffe das Loch auf einer Fläche, die so groß ist wie die USA, Kanada und Mexiko zusammengenommen.

Die Ozonschicht, die gesundheitsschädliche UV-Strahlen von der Erdoberfläche abhält, bleibe daher auch in den kommenden Jahren äußerst "verwundbar". Alle Staaten müssten auf die im Protokoll von Montreal vereinbarten Kontroll-Mechanismen peinlich genau einhalten, hieß es. In dem 1987 beschlossenen Protokoll verpflichten sich 183 Unterzeichnerstaaten auf ein stufenweise Reduzierung der ozon-schädlichen Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW). FCKW-Gase sind vor allem in alten Kühlschränken und vielen Spraydosen enthalten. (APA)

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