USA wollen keinen "schlagenden Beweis" vorlegen

16. September 2002, 21:33
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Powell will UNO-Sicherheitsrat zu Resolution gegen Irak bewegen

Powell "ermutigt" über Konsultationen zu UNO-Resolution

Washington/New York - Die USA wollen nach eigenen Angaben keinen "schlagenden Beweis" für die Bedrohung vorlegen, die angeblich von Iraks Staatschef Saddam Hussein ausgeht. "Wenn wir auf den schlagenden Beweis dafür warteten, wäre es zu spät", sagte Rumsfeld am Montag vor Journalisten in Washington. Er kündigte an, dem US-Kongress in den kommenden Tagen ein Dossier über den Irak vorzulegen. Damit sollten aber "nur die Stücke zusammengesetzt und den Menschen gesagt werden, dass es so einfach nicht ist".

US-Präsident George W. Bush verteidigte bei einem Wahlkampfauftritt im zentralen Bundesstaat Iowa seine Forderung nach einem präventiven Angriff auf Irak. "Am gefährlichsten wäre, zu spät zu erkennen, dass sie Atomwaffen hatten", betonte er.

US-Außenminister Colin Powell setzte in New York seine Konsultationen über eine neue Irak-Resolution mit den übrigen Mitgliedern des UNO-Sicherheitsrats fort. Er sei "ermutigt" über die "veränderte politische Dynamik", sagte Powell nach bilateralen Gesprächen. Nach der Rede Bushs vor der UNO-Generalversammlung in der vergangenen Woche nehme der Druck auf den Irak zu, sagte der Außenminister. Konkrete Ergebnisse seien aber noch nicht erzielt worden. Die USA dringen im Sicherheitsrat auf eine neue UNO-Resolution, die Bagdad ultimativ zur Abrüstung zwingt. Andernfalls würden die USA im Alleingang handeln, kündigte Bush an. (APA)

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