US-Luftwaffe bombardiert strategische Gebäude im Irak

16. September 2002, 21:01
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Bagdad: Bisher 1500 Tote durch Luftangriffe

Washington/Bagdad - Die US-Luftwaffe nimmt bei ihren Angriffen auf Ziele im Irak zunehmend strategisch wichtige Gebäude und andere militärische Einrichtungen ins Visier. Damit solle der irakischen Luftabwehr größerer Schaden zugefügt werden, sagte Verteidigungsminister Donald Rumsfeld am Montag. Er habe den Strategiewechsel im Laufe des Jahres angeordnet, weil britische und US-Piloten bei ihren Patrouillenflügen über dem Irak verstärkt unter Feuer genommen worden seien.

Zuvor waren vor allem bewegliche Ziele wie Radarstellungen und Raketenwerfer bombardiert worden. Britische und US-Maschinen kontrollieren die seit dem Golfkrieg verhängten Flugverbotszonen nördlich des 36. und südlich des 33. Breitengrades über Irak.

Auch am Montag feuerte der Irak nach eigenen Angaben wieder Boden-Luft-Raketen auf britische und US-Maschinen ab. Die Kampfflieger hätten Ziele im Norden und Süden des Landes bombardiert, wurde ein Militärsprecher von der amtlichen Nachrichtenagentur INA zitiert. Der irakische Beschuss habe sie in die Flucht geschlagen. Seit sich die Kriegsdrohungen aus Washington mehren, kommt es fast täglich zu Zusammenstößen mit der irakischen Luftabwehr. Nach irakischer Darstellung wurden bei den Luftangriffen bisher fast 1.500 Menschen getötet. Bagdad erkennt die Flugverbotszonen, für die es keine eigene UN-Resolution gibt, nicht an. (APA)

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