Der Anbau steigt weltweit

16. September 2002, 20:56
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Die Anbauflächen gentechnisch veränderter Organismen (GVO) steigen weiter an. 1996 existierten weltweit erst 1,7 Mio. Hektar transgener Pflanzen, 2001 waren es bereits 52,6 Mio. Hektar. Die Zunahme im Jahr 2001 fiel wieder stärker aus, nachdem zwischen den Jahren 1999 (39,9 Mio. Hektar) und 2000 (44,2 Mio. Hektar) das Wachstum etwas gebremst worden war.

Primär werden Soja, Mais, Baumwolle, Raps und Kartoffeln angebaut. In vier Ländern befinden sich 99 Prozent der Anbaufläche: in den USA (68 Prozent), in Argentinien (22 Prozent), Kanada (sechs Prozent) und China (drei Prozent).

Mithilfe der Gentechnik lassen sich bei Lebensmitteln veränderte Eigenschaften in das Erbgut "einbauen". Der veränderte molekulare Bauplan sorgt dann zum Beispiel bei Pflanzen dafür, dass sie gegen schädliche Insekten resistent sind, eine erhöhte Toleranz gegen Unkrautvernichtungsmittel haben oder besonders gesundheitsfördernde Stoffe enthalten. Auch das Faulen der Pflanzen kann verhindert werden.

Da langfristige Verträglichkeitsstudien fehlen, ließen sich gesundheitsschädliche Auswirkungen für den Menschen bisher nicht feststellen. (plo/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 17. 9. 2002)

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