EADS verwahrt sich gegen "Unterstellungen"

16. September 2002, 19:45
1 Posting

Konzernsprecher Wolff: "Ich bin nicht der Interpret irgendwelcher Wahnsinniger"

"Halten uns strikt an österreichisches wie internationales Recht und Gesetz"

Wien - Der Eurofighter-Anbieter EADS tritt nun der Diskussion über mögliche Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit der Abfangjäger-Beschaffung entgegen. Man verwahre sich gegen derartige Berichte, hieß es am Montag in einer Aussendung. Man halte sich strikt "österreichisches wie internationales Recht und Gesetz sowie an die allgemein anerkannten Gepflogenheiten unter korrekten Geschäftspartnern", hieß es in einer Aussendung.

"Die EADS als Verhandlungsführer für das Eurofighter-Konsortium verwahrt sich gegenüber jeglichen Äußerungen, die den Konzern, seine im Kontakt mit österreichischen Stellen stehenden Mitarbeiter oder am Programm beteiligte Partnerfirmen in die Nähe von angeblichen Unregelmäßigkeiten in Bezug auf Parteien oder Personen bringen", hieß es. Und: "Das Unternehmen betont mit Entschiedenheit, dass die derzeit in Teilen der österreichischen Medien geäußerten Unterstellungen keinesfalls mit seinen ethischen und praktischen Geschäftsgrundsätzen in Einklang gebracht werden können."

Im STANDARD meint EADS-Sprecher Wolfram Wolff, weiße Westen seien in der Rüstungsindustrie nicht in Mode. "Aber ich kann Ihnen versichern, wir sind sauberer als ein Kinderpopo." Zu Äußerungen Jörg Haiders, der von wirtschaftlichen Interessen im Zusammenhang mit der Eurofighter-Beschaffung gesprochen hatte, meinte Wolff: "Ich bin nicht der Interpret irgendwelcher Wahnsinniger. Wir bewegen uns auf der Basis eines Ministerratsbeschlusses und setzen die Gespräche fort - so schwer das auch manchmal sein mag." (APA)

Share if you care.