Geld für Balkan

16. September 2002, 19:21
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Wiederaufbau-Bank legt nach

Salzburg - Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) sieht 2002 einen Anstieg ihrer Investitionen in den Balkanstaaten auf 1,1 Mrd. Euro, nach 900 Mio. Euro 2001. Reformen in Rumänien, Bulgarien und Jugoslawien hätten die Investitionsmöglichkeiten erhöht, erklärte EBWE-Präsident Jean Lemierre in Salzburg. Die neue rumänische Regierung habe wesentliche Privatisierungsprojekte der Stahlindustrie vorangetrieben und bereite eine große Bankenprivatisierung vor. Die bulgarische Wirtschaft sei weiter liberalisiert worden und gewachsen.

Zeichen der Hoffnung gebe es auch in den jugoslawischen Nachfolgestaaten, allerdings müssten sich Staaten wie Serbien und Montenegro der Hilfszahlungen entwöhnen. Serbien habe z. B. für den wirtschaftlichen Wiederaufbau nach der Ära Slobodan Milosevic Hilfszahlungen von 1,2 Mrd. Dollar erhalten. Serbien suche nun nach neuen Finanzierungsmöglichkeiten durch Privatisierungen, Infrastrukturprojekte und Bankenverkäufe, sagte der Minister für Außenwirtschaftsbeziehungen, Goran Pitic. (DERSTANDARD, Printausgabe, 17.9.2002, red, Reuters)

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