Intel vereinheitlich Herstellungsprozesse

16. September 2002, 18:26
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Nächste Generation von Kommunikations- und Computerchips mit Analog-Komponenten

Der Halbleiterkonzern Intel will seine Kommunikations-Chips zukünftig mit dem selben 90 Nanometer-Prozess fertigen wie seine PC-Prozessoren. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, sollen dazu Transistoren auf der Basis von Silizium-Germanium verwendet werden, die für besonders hohe Taktfrequenzen geeignet sind. Durch die Vereinheitlichung der Produktionsprozesse sollen Chips für Kommunikationsanwendungen wie Handys billiger werden. Gleichzeitig wird so die Auslastung der Produktionsstätten des Konzerns erhöht.

"Mixed-Signal"-Technologie

Der neue Produktionsprozess kombiniert die 90 Nanometer-Herstellungstechnologie für die Prozessoren der nächsten Generation mit der "Mixed-Signal"-Technologie, die analoge und digitale Funktionen ermöglichen, auf einem einzelnen Chip. Bisher waren solche Lösungen, wie für die Umwandlung von Sprache oder Lichtsignalen in digitale Daten, immer auf mehrere Chips verteilt, so Intel. Mit der neuen Methode sollen nun nach Angaben von Intel die analogen Komponenten direkt in den Prozessor eines Geräts integriert werden. Zusätzlich erhöht Intel mit der Einführung von Silizium-Germanium-Transistoren die mögliche Taktgeschwindigkeit.

Deutlich billiger

"Diese Integration von Kommunikations- und Computing-Technologien ermöglicht uns die Produktion von Mikrochips, die zwei Mal so schnell und 2,5 Mal so viele Transistoren enthalten und deutlich billiger sind als alle bestehenden Systeme", erklärte Sean Maloney, General Manager von Intels Communication Group. Der Konzern will im kommenden Jahr die ersten Kommunikations-Prozessoren mit 90 Nanometer-Technologie auf den Markt bringen. (pte)

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