"Krise bei Deutsche Telekom bedrückt internationalen Telekom-Markt"

16. September 2002, 14:53
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Telecom Italia plant schrittweisen Ausbau des UMTS-Geschäfts

Telecom Italia Mobile (TIM), Mobilfunktochter der Telecom Italia, setzt als Antwort auf die Schwierigkeiten auf dem internationalen Telekommunikationsmarkt auf das UMTS-System. "Auf Grund der Bedürfnisse der Kundschaft und des Nachfragewachstums wird TIM progressiv seine Interessen im UMTS-Bereich ausbauen", betonte Tronchetti Provera bei einem Wirtschaftsseminar in Mailand.

Für den Gabentisch

Noch vor Weihnachten werden 10.000 UMTS-Handys auf den Markt kommen, der Durchbruch der Mobilfunktelefone der dritten Generation und ihr Aufstieg zu einem Massenprodukt sei im kommenden Jahr vorgesehen. Spätestens Anfang 2003 werde TIM eine ausgedehnte Palette an Dienstleistungen im Bereich Entertainment, Nachrichten, Fußball und Filme anbieten.

Keine Vorteile

Tronchetti Provera zeigte sich wegen der Krise der Deutschen Telekom (DT) besorgt. "Die Krise bei DT bringt uns keine Vorteile, weil sie die Finanzmärkte bedrückt", so der TI-Chef. "Die Telekommunikationsindustrie zahlt die Folgen exzessiver Investitionen in falsche Richtungen, die in den vergangenen Jahren gemacht wurden. Jetzt müssen wir auf Basistechnologie in Märkte setzen, wo wir bereits eine Führungsposition haben", sagte Tronchetti Provera.

Der TI-Chef zeigte sich über die internationale Konjunktur besorgt. Er forderte die Regierung Berlusconi zu Investitionen im Infrastrukturbereich auf, um die Konkurrenzfähigkeit des Landes in dieser schwierigen Phase zu steigern. Zugleich rief er zu einer Beschleunigung des Privatisierungsprozesses auf. (APA)

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