21 mutmaßliche Terroristen in Singapur festgenommen

16. September 2002, 14:55
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Verbindungen zu El Kaida und philippinischen Moslem-Extremisten vermutet

Singapur - Im internationalen Anti-Terror-Kampf ist den Ermittlern in Singapur offenbar ein wichtiger Schlag gelungen: Wie das Innenministerium am Montag mitteilte, wurden in dem Stadtstaat 21 mutmaßliche Terroristen festgenommen. Davon seien 19 Mitglied der islamistischen Organisation Jemaah Islamiyah (JI) oder hätten ihr früher einmal angehört, zwei weitere stünden in Verbindung zu der philippinischen Moro Islamische Befreiungsfront (MILF).

Einige der Männer hätten in Lagern der mutmaßlichen Terrororganisation El Kaida in Afghanistan ein militärisches Training durchlaufen, andere seien auf den Philippinen ausgebildet worden. Die bereits im August erfolgten Festnahmen hätten das JI-Netzwerk "ernsthaft zerschlagen", hieß es in der Erklärung des Ministeriums weiter. Die Gruppe Jemaah Islamiyah hätte Anschläge auf US-Einrichtungen in Singapur geplant.

Die Festnahmen erfolgten bereits im August, wie das Ministerium weiter mitteilte. Auf die Spur der Verdächtigen - allesamt Singapuresen - hätten Aussagen einer Gruppe mutmaßlicher Extremisten geführt, die im Dezember gefasst worden waren. Nach Angaben der Behörden steht Jemaah Islamiyah der El Kaida nahe.

Schon im Dezember waren 13 JI-Mitglieder unter dem Verdacht festgenommen worden, Anschläge auf westliche oder US-Einrichtungen in Singapur zu planen. Den jüngsten Angaben zufolge hatte die Gruppe unter anderem 17 Tonnen Ammoniumnitrat beschaffen wollen, um damit sieben gewaltige Autobomben herzustellen.(APA/AP)

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