Militanter Palästinenser im Gaza-Streifen erschossen

16. September 2002, 14:45
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Israels Armee setzt Offensive trotz Yom Kippur fort

Gaza - Israelische Soldaten haben am Montag im Gaza-Streifen einen militanten Palästinenser erschossen. Wie es aus palästinensischen Sicherheitskreisen weiter hieß, wurde der Mann an einem Kontrollposten nahe der Stadt Dir Balach getötet. Nach israelischen Angaben soll der Palästinenser zuvor eine Handgranate auf den Posten geworfen haben. Es habe jedoch keine Verletzten gegeben.

Ungeachtet des höchsten jüdischen Feiertages, yom Kippur, setzte die Armee am Montag ihre Offensive im Gaza-Streifen fort. Nach palästinensischen Angaben stießen Einheiten mit Panzern und gepanzerten Fahrzeugen in autonom verwaltete Gebiete vor. Dabei sollen nach Augenzeugenberichten auch Felder, Gewächshäuser und Olivenhaine zerstört worden sein.

Israel hat den Gaza-Streifen vor Yom Kippur in drei Teile geteilt und damit die freie Bewegung für rund 1,8 Millionen Palästinenser unterbunden. Die Armee wirft den palästinensischen Sicherheitskräften vor, nicht gegen mutmaßlich militante Palästinenser vorgegangen zu sein. Auch das Westjordanland blieb am Montag vollständig abgeriegelt. Mehrere hunderttausend Palästinenser konnten wegen der verhängten Ausgangssperren nicht aus dem Haus gehen und sich mit Lebensmitteln eindecken. (APA/dpa)

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